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Stipendium



Die bisherigen Stipendiaten waren:


2016

Es war in den vorgelegten Arbeiten festzustellen, dass der Trend zur Internationalisierung des Erbrechtes nach Inkrafttreten der Europäischen Erbrechtsverordnung nun auch die juristische Forschung erreicht hat.

An der Universität Köln, Lehrstuhl Prof. Dr. Mansel, promoviert Frau Inga-Maria Mörsdorf zum Thema "Fraus legis im europäischen internationalen Erbrecht". Hierdurch wird bereits zu einem frühen Zeitpunkt ein wertvoller Beitrag zu der Frage geleistet, wie die Grenze zwischen zulässiger Rechtswahl nach der Europäischen Erbrechtsverordnung und unzulässiger Gesetzesumgehung zu ziehen ist.

Das zweite Stipendium geht in diesem Jahr an Herrn Johan Schrader, der in Göttingen am Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Lipp zum Thema "Gesundheitsvollmacht als Vertrauensakt" forscht. Der Untersuchungsgegenstand ist von hoher praktischer Relevanz, da zentrale Fragen der Reichweite der Entscheidungsfreiheit des Bevollmächtigen in Gesundheitsfragen, die in einer Patientenverfügung oder einer Vorsorgevollmacht niedergelegt sind, untersucht und hoffentlich einer Klärung zugeführt werden.

2015

Frau Roggendorf untersucht rechtsvergleichend die “Grenzen des Verzichts auf erbrechtliche Teilhabe” in verschiedenen europäischen Rechtskreisen, so dass hier ein interessantes erbrechtliches Gestaltungsmittel der tieferen wissenschaftlichen Durchdringung unterzogen wird. Die Rechtswahl ist ja gerade in Zeiten zunehmender Internationalisierung des Erbrechts – siehe z.B. die Europäische Erbrechtsverordnung – zunehmend vereinfacht, so dass die Rechtswahl leichter, in den Folgen aber nicht immer genau abschätzbar ist.

Herr Berneith beschäftigt sich mit dem Thema "Die Konversion – Eine Untersuchung des § 140 BGB, insbesondere hinsichtlich nichtiger Verfügungen von Todes wegen und Nachfolgeklauseln in Personengesellschaften“. Gerade an der Schnittstelle Erb- und Gesellschaftsrecht sind Probleme in dem Spannungsfeld zwischen testamentarischen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen festzustellen, da immer wieder festzustellen ist, dass gesellaftsrechtliche Nachfolgeregeln und testamentarische Anordnungen nicht aufeinander abgestimmt sind.

2014

Frau Dipl.-Juristin Janett Wölkerling widmet sich im Rahmen ihrer Dissertation dem Thema "Testierfreiheit und Betreuerbestellung im Rahmen der Erkrankung an Alzheimer-Demenz. Die rechtlichen Grenzen der Autonomie". Die Promotion wird an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von Frau Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich betreut. Gegenstand der Untersuchung ist die Frage, wie sich die Erkrankung auf die individuelle Autonomie bei der Regelung der persönlichen Verhältnisse und insbesondere des Nachlasses auswirkt. Hier stehen die Begriffe Testierfreiheit und Testierfähigkeit im Mittelpunkt. Zudem untersucht Frau Wölkerling, welche Folgen sich im Rahmen einer Betreuung für die rechtliche Selbstbestimmung des Dementen sowie für dessen Testierfähigkeit ergeben. Daran schließt sie die Frage an, inwieweit an Alzheimer-Demenz Erkrankte bei der Wahrnehmung ihrer Testierfreiheit vor einer Fremdbeherrschung ihres freien Willens geschützt werden müssen.

Der zweite Stipendiat, Herr Assessor Mathias Petzoldt, hat das Thema "Gewöhnlicher Aufenthalt und Rechtswahlfreiheit im europäischen Erbrecht - Eine Untersuchung zur europäischen Erbrechtsverordnung" gewählt. Das Promotionsvorhaben wird an der Freien Universität Berlin von Herrn Professor Dr. Helmut Grothe betreut. Für die künftige erbrechtliche Praxis ist der gewöhnlichen Aufenthalts, einer der zentralen Begriffe der europäischen Erbrechtsverordnung, von erheblicher Bedeutung. Während bislang die Staatsangehörigkeit des Erblassers für die Bestimmung des anwendbaren Rechts maßgeblich war, wird künftig der gewöhnliche Aufenthalt zum Zeitpunkt des Todes als Anknüpfungspunkt dienen. Damit erweitern sich die Möglichkeiten der Rechtswahl. Gegenstand des Promotionsvorhabens sind die Auswirkungen der entsprechenden Neuerungen für den deutschen Rechtsanwender.





 
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